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illegale Sondengänger auf frischer Tat ertappt


Polizei ist aktiv

Im Hildesheimer Ortsteil Sorsum wurden zwei illegale Sondler auf frischer Tat beobachtet und ertappt. Nach mehreren aufmerksamen Hinweisen aus der Sorsumer Bürgerschaft ging ein direkter Anruf bei einem erfahrenen, ehrenamtlichen Sondler aus Hildesheim ein, der daraufhin alle weiteren Schritte einleitete.
Die beiden Personen bewegten sich vom Feld weg und wurden im Zuge dessen angesprochen. Einer der unerlaubten Sucher entfernte sich daraufhin mit einem Fahrrad in Richtung Bosch, während der andere mit einem Motorroller in Richtung seines Wohnortes im nahegelegenen Dorf fuhr. Mindestens eine dieser Personen konnte im Rahmen des Einsatzes der Polizei übergeben werden.
Der alarmierte ehrenamtliche Sondler ließ umgehend die angeblichen Berechtigungen überprüfen. Dabei bestätigte sich der Verdacht: für beide Personen lag zu keinem Zeitpunkt eine offizielle Genehmigung der zuständigen Behörde vor.
Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine vermeintliche mündliche Erlaubnis von Landwirten keinesfalls ausreicht. Das Betreten der landwirtschaftlichen Flächen zu diesem Zweck und das Suchen nach Bodendenkmälern ohne behördliche Nachforschungsgenehmigung ist nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz illegal. Solche unerlaubten Nachforschungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und führen durch das unkoordinierte Umgraben oft zur unwiederbringlichen Zerstörung von archäologischen Fundkontexten sowie zur Verschleppung wichtiger historischer Funde.
Die Polizei wird weitere, rechtliche Schritte einleiten.
Wichtiger Hinweis: seriöse und offizielle ehrenamtliche Sondengänger, die im Auftrag und mit behördlicher Genehmigung der Denkmalschutzbehörde unterwegs sind, stimmen ihr Vorgehen stets transparent ab. Sie haben im Vorfeld das Gespräch mit den jeweiligen Landwirten gesucht und können bei einer Ansprache jederzeit eine offizielle schriftliche Genehmigung sowie ihre gültigen Papiere vorzeigen.

Illegale Sondengänger zerstören Geschichte!!!

Text und Fotos: Frank Henze