33 Spaziergänger folgten der Schriftstellerin Sabine Hartmann und ihrem Team bei bestem Wetter durch Sorsum zu den Schauplätzen des Sorsum-Krimis „Das Schweigen im Güldenen Winkel“.
Zur Einstimmung sorgten die von je einem Teammitglied vorgetragenen Postkarten-Kurzkrimis am Treffpunkt Dorfplatz für erste Aha-Erlebnisse und viel Heiterkeit.
Danach ging es weiter in die angenehm kühle St. Kunibert Kirche. Umrahmt von Musik des Chores „Joyful Voices“ aus Wendhausen breitete sich die erste Szene des Sorsum-Krimis aus. Die Autorin zitierte aus ihrem Buch, wie die Protagonisten Marie und Lukas anlässlich des Joyful-Voices-Konzertes im Januar 2025 Stimmung und Schönheit des Inneren der Kunibertkirche in sich aufnahmen.
Anschließend führte der Weg die Spaziergängerinnen und Spaziergänger zu weiteren Schauplätzen des Krimis, so zur Treppe der Kirche mit einem Foto der Lourdes Grotte, die einmal an dieser Stelle gestanden hatte, und zum Biohof der Diakonie Himmelsthür in der Straße Hinter dem Dorfe. An jedem dieser Orte wurden passende Passagen aus dem Sorsum-Krimi zitiert und mit vielen weiterführenden Erklärungen angereichert, die der einen oder dem anderen Zuhörer manch neue Erkenntnisse über die Örtlichkeiten und dessen literarische Bedeutung im Buch bescherten.
Eine kurze Pause mit Getränken gab es dann in der Krugstraße bei Hene Marheineke und Geli Brun, bevor sich die Gruppe auf den Weg zum Feuerwehrhaus machte und schließlich auf dem Schulhof der Grundschule und vor der Sporthalle endete, wo im Buch wie im wahren Leben im März 2025 das Festival „Rock im Winkel“ stattfand.
Sicher wären auch ein Besuch der im Buch zentralen Schauplätze an der Antoniuskapelle und vor allem der heute von Wald und Wiese bedeckten ehemaligen Müllkippe von Interesse gewesen. Dies hätte aber ob der Entfernungen vom Ortskern den Rahmen eines Spazierganges bei weitem gesprengt. Immerhin nutzte Autorin Sabine Hartmann die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass sie mit Hilfe verfügbarer Dokumente und im Gespräch mit einigen Sorsumerinnen und Sorsumern intensiv Orte, Begebenheiten und Personen recherchiert habe, dass insbesondere aber Personen für den Krimi in dichterischer Freiheit weitestgehend verfremdet wurden und jede Ähnlichkeit mit real existierenden Sorsumern somit rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt wäre.
Herzlichen Dank für dieses gelungene Event an Sabine Hartmann und ihr Team.
Text: Erika Hanenkamp
Fotos: Erika Hanenkamp und Geli Brun